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Demokratie leben!“ steckt in und hinter jeder Partnerschaft für Demokratie, natürlich auch in Bitterfeld-Wolfen. Leben heißt normalerweise Engagierte, ihre Ideen und weitere Bürger*:nnen in Kontakt, Austausch und gemeinsames Handeln zu bringen und dafür auch die nötigen Gelder zu haben. Das heißt normalerweise sozialer „Vollkontaktsport“ für alle, und wie viel normalerweise in diesem Jahr steckte, das muss nicht weiter ausgeführt werden.
 
Umso stolzer sind wir deshalb, dass sich auch 2020 wieder fünfzehn Projekte auf den Weg gemacht haben, um Vielfalt, Toleranz und starkes, zivilgesellschaftliches Miteinander für Bitterfeld-Wolfen in mannigfaltiger Form zu leben. Ob Lesung, Graffitiaktion, Fotoausstellung oder musikalische Mutmacher, der hiesige Ideenreichtum scheint immun gegen Virusbefall.
 
Gleich zu Beginn von 2021 stehen erneut Unterstützung, Kontakte und Finanzierungsmöglichkeiten der Partnerschaft unter dem Dreiklang: „Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.“ zur Verfügung. Und wenn es pandemiebedingt eine rasche Reaktion braucht oder eine zündende Idee gibt: Der Corona-Engagement-Fonds bleibt erhalten und ist hier erster Anlaufpunkt.

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Was vor einem Jahr durch einen Anschlag schmerzhaft ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit trat, ist für Menschen jüdischen Glaubens häufig antisemitische Lebens- und Alltagserfahrung. Einblicke gewähren jüdische Autorinnen in einer Lesung aus der Textsammlung „Halle ist überall“ am 09.10.2020 im Rathaus Wolfen.


Der antisemitische Anschlag in Halle jährt sich erstmalig. Der rechtsextreme Täter scheiterte in seiner Absicht eine jüdische Gemeinde zu ermorden, tötete zwei unbeteiligte Menschen und verletzte weitere. Ein schmerzhaftes Bewusstwerden für uns alle, dass Antisemitismus weiterhin in unserer Gesellschaft existiert. Was das für Menschen jüdischen Glaubens alltäglich heißt, ist für Bürger*innen ohne oder eines anderen Glaubens oft schwer nachvollziehbar. Information, Kontakt, Austausch und Verständnis sind unabdingbar, um Vorurteile abzubauen und Entmenschlichung zu verhindern.

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Schnelle Unterstützung für Engagement bietet die Partnerschaft für Demokratie „Stadt mit Courage leben!“. Bis zu 300 € für gemeinwohlorientiertes Engagement, von Mensch zu Mensch stehen pro Idee zur Verfügung.

Maskennähen, Einkaufshilfe, Hilfe bei Schulaufgaben per Internetvideo, die Ideen und das Engagement in Nachbarschaften und Ortsteilen verbreitet sich weit schneller als jedes Virus. Viel wird ehrenamtlich bereits geleistet, weitersagen und nachmachen sind absolut erwünscht. Welche Ideen werden uns in den kommenden Wochen hier noch überraschen und für die so dringend benötigte Nähe auf Distanz zwischen den Menschen sorgen?

praesentation
Seit über drei Jahren beteiligt sich die Stadt als „Stadt ohne  Rassismus, Stadt mit Courage“ mit einer Partnerschaft für Demokratie am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriumsfür Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Dieses stellt Mittel zur Förderung von Zivilgesellschaft zur Verfügung, die in Projekte für Toleranz, Demokratie, gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus fließen sollen. Engagierte Partner und neue Akteure konnten 2019 über mehr als 43.000 Euro bewilligte Mittel verfügen und ihre Projekte verwirklichen.

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Unterstützt und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Bitterfeld-Wolfen untermauern viele Projekte und Aktionen den Anspruch, auch in Zukunft eine „Stadt ohne Rassismus - Stadt mit Courage“ zu sein.

Bereits seit 2013 ist Bitterfeld-Wolfen „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage!“ ein Ehrentitel, den es zu verteidigen gilt. Dies unterstützt die Partnerschaft für Demokratie maßgeblich durch eigene Aktionen und Projektförderung sowie in enger Zusammenarbeit mit den hiesigen „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage!“

Dafür steht auch der Untertitel der Partnerschaft, „Stadt mit Courage leben!“